Der richtige Gewächshausboden


Träumen Sie von einem Gewächshaus, sind sich aber unsicher, auf welchem Untergrund es stellen sollen? In diesem Artikel finden Sie Tipps und Inspiration, um den optimalen Bodenbelag für Ihr Gewächshaus zu wählen.

Von Lars Lund

Der Rasen wird oft als der „Boden des Gartens“ betrachtet. Im Gewächshaus ist Gras ehr unpraktisch, doch braucht ein Gewächshaus überhaupt einen anderen Boden als die Erde, auf dem es steht? Das hängt davon ab, wie Sie Ihr Gewächshaus nutzen möchten.Früher wurden Gewächshäuser ausschließlich für den Anbau verwendet, mittlerweile jedoch bieten Gewächshäuser auch einen Raum für Entspannung. Früher waren die Gewächshäuser kleiner und wurden häufig im Garten versteckt. Mit der Zeit sind die Gewächshäuser jedoch größer geworden, sowohl Hinsicht auf das Grundareal als auch die Höhe, und haben eine zentralere Platzierung im Garten bekommen. Pflanzkästen mit Kapillarbewässerung wurden erfunden und sind besonders im Gewächshaus sehr beliebt geworden, da die Pflanzen so flexibel umgestellt und neu platziert werden können.

Foto: Grøn Kommunikation ©

Ein klassisches Fischgrätmuster.

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Verschiedene Auffassungen

Einige Gewächshausgärtner und Gärtnerinnen würden niemals in Erwägung ziehen, Pflanzen in Pflanzsäcken aus Plastik oder in Hochbeeten anzubauen, weil sie den Anbau in festen Beeten bevorzugen. In festen Beeten können sich die Wurzeln in der Regel besser entwickeln, weil sie mehr Platz zur Verfügung haben und viel besser an die nützlichen Mineralien im Boden kommen. Dies führt wiederum zu weniger Pflanzenkrankheiten und einer besseren Ernte.Ob der Anbau in festen Beeten auch für Sie die richte Wahl ist, hängt davon ab, welche Anbaumetode Sie bevorzugen, wie viele Pflanzen Sie unterbringen möchten und wie Sie Ihr Gewächshaus generell gestalten und nutzen wollen. Es ist also eine gute Idee, sich zu diesen Aspekten ein paar Gedanken zu machen, um die richte Entscheidung treffen zu können.

Entspannung

Falls Ihr Gewächshaus ein gemütlicher Außenraum im Garten werden soll, mit einigen dekorativen Pflanzen und vielleicht sogar einem Kaminofen, empfiehlt sich ein fester Bodenbelag. Das bedeutet nicht, dass Sie so keine oder nur wenige Pflanzen anbauen können. Ganz im Gegenteil - Sie können so viele Pflanzkästen, Töpfe oder andre Behälter in ihr Gewächshaus stellen, wie Sie möchten, oder auch vereinzelte Löcher im Boden lassen, um dort z.B. einen Olivenbaum, Feigenbaum oder andre Pflanzen zu platzieren, die den Winter im Gewächshaus überstehen können.

Ein Gewächshaus mit festen Beeten und dekorativem Boden.

Foto: Grøn Kommunikation ©

In diesem Gewächshaus ist sowohl Platz für Kapillarkästen als auch für einen Tisch.

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Fliesen oder Ziegelsteine

Ein klassischer Gewächshausboden besteht in der Regel aus Fliesen, Beton oder Ziegelsteinen. Betonsteine können kreativ und individuell gestaltet werden, indem z.B. dekorative Steine, um jeden Betonsteine gelegt werden.Ziegelsteine sind ein äußerst beliebter Bodenbelag. Die Steine können auf verschiedenen Weisen verlegt werden, um unterschiedliche Effekte zu erzielen, z.B. im Halbstein- oder Blockverband oder Fischgrätenmuster. Die Steine können flach oder hochkant verlegt werden. Hochkant wird der Boden stabiler, doch es werden auch mehr Steine pro Quadratmeter benötigt.

So geht's

Die größte Arbeit ist nicht das Verlegen der Steine, sondern die Vorbereitung. Wie bei so vielen Dingen ist eine gründliche Vorbereitung besonders wichtig. Die Unterlage muss fest und eben sein.


Entfernen Sie zunächst die Oberbodenschicht. Bereiten Sie den Boden danach mit einer Rüttelplatte (diese können Sie im Baumarkt mieten), oder einer Gartenwalze vor.


Es ist eine gute Idee, aber nicht notwendig, 15-20 cm Mineralbeton (ohne Ton) zu verteilen, wenn Sie mit einem Boden arbeiten, der keine große Belastung verträgt. Verwenden Sie auch hier die Rüttelplatte.


Verwenden Sie am Ende 3-4 cm Kies mit einer Körnung von 1-8 mm, auf dem die Ziegel verlegt werden. Es ist wichtig, dass die Schicht nicht zu dick ist, weil der Boden sonst uneben wird.

Verwenden Sie keinen Gartenvlies

Es mag verlockend sein, Gartenvlies unter die Fliesen zu legen, doch das führt dazu, dass die Steine verrutschen können, und es verhindert häufig auch nicht, dass Unkraut zwischen den Fugen wächst. Denken Sie daran, dass Sie etwa 20 Prozent mehr Kies und Sand benötigen als berechnet, weil die Materialien bei der Verdichtung schrumpfen.


Nach dem Verlegen der Steine füllen Sie die Fugen mit trockenem Sand. Wenn Sie Ziegelsteine verwenden, achten Sie darauf Steinmehl bzw. unkrauthemmenden Sand zu verwenden, der für Ziegelsteine geeignet ist, weil sonst Verfärbungen entstehen können.


Es ist auch zu empfehlen am Rand eine Reihe Steine hochkant zu stellen. So wird verhindert, dass die Steine verrutschen, besonders wenn die Steine unterhalb des Sockels liegen.


Die Verwendung von gebrannten Ziegelsteinen führt zu einem minimalen Wartungsaufwand. Gewöhnliche Ziegel nehmen mehr Feuchtigkeit auf, was zu Algenwachstum führen kann.


Wenn Sie Betonfliesen statt Ziegelsteine verwenden möchten, können Sie den gleichen Anweisungen folgen. Falls Sie eine andere Oberfläche auf den Fliesen wünschen, können Sie Sand verteilen, um eine einzigartige Strandatmosphäre zu schaffen. Es gibt auch eine große Auswahl an dekorativen Kunststoffteppichen, mit denen Sie Ihr Gewächshaus individuell gestalten können.

Ein solider Untergrund ist bei der Konstruktion des Gewächshausbodens von entscheidender Bedeutung.

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Es gibt viele Möglichkeiten, einzigartige Bodenbeläge zu schaffen. Hier eine Mischung aus Beton, Kopfsteinpflaster und Ziegeln.

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Feste Beete

Feste Beete sind die einfachste Lösung für das Gewächshaus. Traditionell werden im Gewächshaus zwei Beete rechts und links, mit einem Gang in der Mitte, angelegt. Letztendlich ist es jedoch Ihnen überlassen, wie Sie die Beete und eventuelle Wege oder Trittsteine gestalten. Es ist lediglich wichtig, dass Sie überall gut rankommen, um Ihre Pflanzen optimal versorgen zu können.Falls Sie einen Mittelgang anlegen, können Sie den Gang absenken, um einen frostfreien Keller zu schaffen. Legen Sie dafür ein oder zwei Fundamentblöcke über die gesamte Länge des Ganges aufeinander und legen Sie Bretter oder Fliesen auf die Blöcke.

Isolierter Fußboden

Es gibt sehr unterschiedliche Meinungen darüber, ob ein Gewächshausboden gedämmt werden sollte oder nicht. Generell macht eine Dämmung wenig Sinn. Im Winter gibt der Boden Wärme ab, und auch wenn es nicht viel Wärme ist, ist es besser, dass diese ihren Weg in das Gewächshaus findet, anstatt sie mit einer isolierenden Schicht abzuhalten. Einige empfehlen sogar, in jeder Ecke des Gewächshauses vertikal ein Zementrohr zu platzieren, damit die Wärme aus dem Boden hochsteigen kann.

In dem kleinen 10m2 großen Gewächshaus ist sowohl Platz für Entspannung als auch für feste Beete.

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Für manche geht es im Gewächshaus ausschließlich darum, Pflanzen für das Wohnzimmer oder den Wintergarten zu produzieren.

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Gewächshausboden oder feste Beete?

Gewächshausboden

Vorteile


  • Steinböden absorbieren die Wärme der Sonne und gleichen Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht aus.
  • Es ist möglich, Pflanzen in Kapillarkästen und Töpfen anzubauen und gleichzeitig Platz für Gartenmöbel zu haben.
  • Es ist einfacher, die Einrichtung des Gewächshauses neu zu gestalten.
  • Es ist einfacher, die Pflanzenerde zu ersetzen.

Nachteile


  • Töpfe müssen häufiger gegossen werden, und insgesamt ist der Wasserverbrauch höher, wenn die Pflanzen in einem Behälter wachsen.

Feste Beete im Gewächshaus

Vorteile


  • Bessere Wachstumsbedingungen für die Pflanzen, insbesondere für Pflanzen mit tiefen Wurzeln.
  • Es wird weniger Wasser und weniger Dünger benötigt.
  • Weniger Pflanzenkrankheiten.
  • Es ist möglich ein Wärmebeet mit Pferdemist anzulegen.

Nachteile


  • Der Austausch der Pflanzenerde ist aufwendiger.
  • Weniger Platz für Gartenmöbel und Entspannungsraum.
  • Kranke oder befallene Pflanzen in festen Beeten lassen sich nicht so leicht von anderen Pflanzen isolieren. Pflanzen, die in Töpfen wachsen, können leicht aus dem Gewächshaus entfernt werden.

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